Meisterwerke: Goldmünze „Die Judenbuche“

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In der Goldmünzen-Serie „Meisterwerke der deutschen Literatur“ der Bundesrepublik Deutschland sind schon Ausgaben zu Goethes Faust, Kleists „Der zerbrochne Krug“ und „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff erschienen. Jetzt wird zum ersten Mal das Werk einer Frau geehrt: Annette von Droste-Hülshoffs „Die Judenbuche“. Die Auflage der Stempelglanz-Version beträgt 43.100 Stück.

Viele kennen Annette von Droste-Hülshoff vor allem als Dichterin – oder als Porträt auf den 20-DM-Banknoten. So harmlos und bieder, wie sie dort wirkt, sind die Texte der adlige Autorin keineswegs. Ihre Novelle „Die Judenbuche“ erschien 1842. Die Kriminalgeschichte und Milieustudie mit Anklängen des Schauerromans, wie das Werk beschrieben wird, ist im ländlichen Westfalen angesiedelt. Annette von Droste-Hülshoff ließ sich von einem echten Fall inspirieren. Im Zentrum steht die Ermordung eines Juden, dessen Leiche unter einer alten Buche aufgefunden wird. Dort wird später auch der vermeintliche Mörder entdeckt – erhängt. Doch war dieser Friedrich, dessen gewalttätiger Vater einst unter mysteriösen Umständen den Tod fand, wirklich der Täter?

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Für das Motiv der Goldmünze stellt der Künstler Martin Dašek die Buche in den Mittelpunkt, die ihre Wurzeln bedrohlich weit auszustrecken scheint. Ein Wanderer mit Stock nähert sich ihr. Randläufig ist der Titel des Werks eingraviert. Auf der Wertseite findet man eine Darstellung des Bundesadlers. Um ihn herum sind die zwölf Europasterne angeordnet, unten der Nennwert und das Zeichen der Prägestätte. Der Münzrand ist geriffelt. Die Goldmünze enthält 1/2 oz Feingold bei einem Feingehalt von 999,9/1000. Sie hat einen Durchmesser von 28,0 Millimetern. Ausgeliefert wird sie gekapselt, im Etui und mit Echtheitszertifikat.

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