
Odins Raben, Thors Ziegenböcke: Die nordischen Götter verfügen über eine ganze Menagerie an magischen Tieren. Selbst unter diesen Geschöpfen sticht das Pferd Sleipnir jedoch hervor – schon allein seiner acht Beine wegen. Die Germania Mint hat Odins Reittier jetzt eine eigene Silbermünze mit schön gestaltetem Motiv gewidmet. Diese hat eine Auflage von 25.000 Exemplaren.
Das erstaunlichste an Sleipnir sind vermutlich nicht die acht Beine, sondern die Umstände seiner Zeugung. Der Sage nach baute ein Eisriese die Mauern von Asgard. Für die fristgerechte Fertigstellung hatte er einen hohen Preis angesetzt: Er verlangte die Göttin Freya zur Frau und außerdem noch Sonne und Mond. Da der Riese beim Bau auch sein Pferd einsetzte, beschloss der Gott Loki, diesen Hengst anderweitig zu beschäftigen. Er verwandelte sich in eine Stute und verführte das Tier, der Bau wurde aufgehalten und der Eisriese schließlich von Thor erschlagen. Frucht dieses erfolgreichen Transgender-Ablenkungsmanövers war das Pferd Sleipnir, das Loki später Odin schenkte, damit er zwischen der Welt der Götter, der Menschenwelt und dem Totenreich dahingaloppieren konnte, wie er wollte.

Die Silbermünze zeigt Sleipnirs Kopf und die vier Vorderhufe. Die andere Hälfte des Hengstes ist umseitig dargestellt. Darüber ist der Nennwert von 5 Mark vermerkt. Geprägt aus 1 oz Feinsilber mit einem Feingehalt von 999,9/1000 hat die Anlagemünze einen Durchmesser von 38,61 Millimetern. Der Münzrand ist geriffelt. Ausgegeben wird die in Stempelglanz-Qualität geprägte Silbermünze gekapselt und mit Zertifikat.
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